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SOMMERLICHES GET-TOGETHER

Beim sommerlichen Get-Together trafen sich am 07.07.2016 Mitglieder und Gäste des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds in einem Hamburger Restaurant in Wasserlage. Nach einem Bericht über Verlauf und Ergebnisse der Delegationsreise nach Brüssel und Präsentation des frisch erschienenen Deutsch-Russischen Mittelstandsreports ging es für Interessierte mit einem Oldtimer aus sowjetischer Produktion (s. Bild) zu einer kurzen Rundfahrt, ehe gemeinsam das das Halbfinale der Fußball-EM zwischen Deutschland und Frankreich, über dessen Ergebnis wir den Mantel des Schweigens legen.


Mittelständler zu Gesprächen mit EU-Kommissar Günther Oettinger in Brüssel

Am 28./29.06.2016 reiste eine Unternehmerdelegation des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds zur Europäischen Union nach Brüssel. Der Zeitpunkt fiel in eine brisante Zeit: Zuvor besuchten Jean-Claude Juncker und Günther Oettinger das St. Petersburger Wirtschaftsforum. In der Vorwoche hatten sich die EU-Mitglieder auf Diplomatenebene einstimmig für eine weitere Verlängerung der EU-Sanktionen bis zum 31.01.2017 ausgesprochen. Aktuell überschattet wurde der Besuch vom „Brexit“.

In Einzelgesprächen mit EU-Kommissar Günther Oettinger, Othmar Karas (EVP), Daniel Caspary (EVP), Knut Fleckenstein (S&D) und Bernd Lucke (ECR) warben wir für ein schrittweises Zurückfahren der Sanktionen und monierten, dass es zu einem „Einstieg in den Ausstieg“ nicht bereits zum 31.07.2016 kommt. Die Gespräche boten im Ergebnis Anlass zur Hoffnung, dass es im zweiten Halbjahr 2016 zu Bewegungen im Minsk-Prozess und in der Folge zu Veränderungen in der Sanktionspolitik kommen kann. Beim stv. Ständigen Vertreter Russlands bei der EU Karen Malayan setzten wir uns für ein synchrones Abschmelzen der Gegensanktionen bei einer möglichen Abschwächung der EU-Sanktionen ein. 


Deutsch-Russischer Mittelstandsreport 2016 erschienen

Rechtzeitig zur Reise mit Mittelständlern zur Europäischen Union nach Brüssel ist mit dem Deutsch-Russischen Mittelstandsreport am 27.06.2016 der erste Jahresbericht des Verbands erschienen. Er bündelt in Kurzinterviews Einschätzungen von 25 deutschen mittelständischen Unternehmen zum Russlandgeschäft – Erfolge, Veränderungen seit 2014 und Erwartungen an Wirtschaft, Politik und Medien. Erstmals liegt damit eine Sammlung von Stimmen deutscher Mittelständler zum aktuellen Russlandgeschäft vor. Sie hätten gerne ein Exemplar? Kurze Mail an Hanna Cherashneva genügt (cherashneva@druw.de).


St. Petersburg International Economic Forum

Anders als in den Vorjahren wartete das diesjährige SPIEF vom 16.-18.06.2016 mit hochrangigen Gästen der Europäischen Union auf. In Begleitung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reisten der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi nach St. Petersburg. Neben der Kongressteilnahme (Oettinger sprach über Industrie 4.0) führten die EU-Vertreter auch Hintergrundgespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Im unmittelbaren Vorlauf des EU-Ratsbeschlusses zur erneuten Verlängerung der EU-Sanktionen weckte dies Hoffnungen auf eine Annäherung beider Seiten.  


Business Coffee Mittelstand St. Petersburg

Am 16.06.2016 veranstaltete der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund zusammen mit der St. Petersburger Kanzlei Dagmar Lorenz Legal Tax einen Business Coffee Mittelstand im Radisson Royal Hotel am Newski Prospekt. Neben aktuellen rechtlichen Änderungen (u.a. zum Immobilienrecht), die Entwicklungen zeigen, die auch für die deutsche Rechtspflege Vorbild sein können, diskutierten die Teilnehmer die Ziele der Reise deutscher Mittelständler zur Europäischen Union. Unter den Teilnehmern deutscher Produzenten dominierte Unverständnis über die geringe Bereitschaft vieler Firmen, die sich jetzt bietenden Chancen zu nutzen.


Außenminister Steinmeier zu Russland

Im Rahmen der „Potsdamer Begegnungen“ unseres Mitglieds Deutsch-Russisches Forum hatte dessen Vorsitzender Matthias Platzeck am 30.05.2016 Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum intensiven Meinungsaustausch geladen. Der Paforceritt durch die Verflechtungen internationaler Politik machte einmal mehr deutlich wie komplex sich die Zusammenhänge auch im Hintergrund darstellen. Steinmeier betonte die Rolle Russlands für Deutschland und warb für Dialog, die Erfüllung des Minsk-Abkommens und einen intelligenteren Umgang mit den Sanktionsmechanismen durch ein schrittweises Herunterfahren. Die Frage nach einer „vollumfänglichen Verlängerung“ beantworte er explizit nicht.


Russlandtag in Rostock

Auf dem 2. Russlandtag Mecklenburg-Vorpommern am 25.05.2016 in Rostock plädierte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel für einen veränderten Umgang mit Russland: „Der 75. Jahrestag des Beginns des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion ist Anlass innezuhalten und sich Gedanken über einen Neuanfang zu machen“, so Gabriel. Explizit kritisierte er die EU, die vollständige Umsetzung von Minsk II zur Voraussetzung für die vollständige Aufhebung der Sanktionen zu erklären und schlug vor schrittweise vorzugehen, etwa bei Ermöglichung freier Wahlen in der Ostukraine und der Entsendung von OSZE-Beobachtern erste Sanktionserleichterungen vorzunehmen.


OSZE-Konferenz in Berlin

Vorläufiger Höhepunkt des diesjährigen deutschen OSZE-Vorsitzes war am 18./19.05.2016 die Wirtschaftskonferenz „Connectivity“ in Berlin. Im Mittelpunkt stand der Ansatz von Außenminister und Hausherr Frank-Walter Steinmeier über eine (nicht OSZE-übliche) wirtschaftliche Fokussierung das Verhältnis zu Russland zu diskutieren. Interessant gleich zu Beginn der Auftritt des stv. russischen Ministers für Wirtschaftsentwicklung Nikolai Podgusov mit dem Special Representative for Commercial and Business Affairs des U.S. Departments of State Ziad Haider. Inhaltlich jedoch waren die Beiträge beider Emissäre entwicklungsfähig und kein Vergleich mit dem kraftvollen Statement des neuen Ostausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Büchele, der für einen „Einstieg in den Ausstieg“ der Sanktionen warb.


Russland-Frühstück: Turnaround in Russland

Beim Russland-Frühstück am 13.05.2016 in Hamburg berichtete Uwe Schwenderling (im Bild 3.v.l.), Geschäftsführer der FRECON Business Consultants in Hamburg, an praktischen Beispielen über Strategien zum Turnaround in Russland. Jahrelang waren zweistellige Margen die Regel, die jetzige Lage aber erfordert für deutsche Mittelständler vor Ort eine Anpassung interner Strukturen. In Russland betrifft dies neben vollstufigen Unternehmen mittlerweile ebenso Dienstleister, Logistiker und Handel. Der Klassiker Kostenmanagement greift wieder, aber nicht allein: Produktivität, Personal und Finanzierung stehen ebenso auf dem Prüfstand.


Berlin: Sanktionsbedingt etablierte Lieferwege

Am 12.05.2016 sprach der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund in der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate über die Rolle der Emirate als Handelsplatz für europäische Waren nach Russland. Durch die wechselseitigen Sanktionen haben sich für einzelne Produktgruppen neue Lieferwege etabliert, die die Produkte im Zielmarkt Russland zwar verteuern aber immerhin ermöglichen. Diese Lieferwege führen in einzelnen Ländern mit neuer Hub-Funktion abhängig von der jeweils umzuschlagenden Ware und Menge auch zu einer Umnutzung bestehender Logistikanlagen.


Business Coffee Mittelstand in Frankfurt

Der erste Business Coffee Mittelstand in Frankfurt fand am 11.05.2016 in den Räumen der BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG am Ostbahnhof mit Blick über die Mainmetropole statt. Zunächst berichtete Sergey Rodionov, Vorstand des Verbands der russischen Wirtschaft in Deutschland (Bildmitte) über Aspekte der Wirtschaftslage in Russland. Anschließend erläuterte Richard Wellmann, Leiter des Russia Desk bei der BDO (im Bild rechts) aktuelle Änderungen in der russischen Gesetzgebung. Schließlich skizzierte Dr. Hanno Stöcker die Pläne für den Besuch der Europäischen Union mit deutschen Mittelständlern Ende Juni.


Politischer Dialog – Niels Annen, MdB und Franz Thönnes, MdB

Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund e.V. pflegt den Dialog mit der Bundespolitik. Gerade bei unterschiedlichen Ansichten kommt dem lebendigen Dialog über den Austausch der Standpunkte hinaus wichtige Bedeutung zu. Im Rahmen des Praxisforums Mittelstand in Russland am 04.05.2016 in Hamburg sprach Niels Annen, Obmann der SPD-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestags und direkt gewählter Hamburger Abgeordneter (im Bild oben). Er berichtete von einer Reise nach Moskau einige Tage zuvor und erläuterte einige weniger bekannte Facetten der Regierungspolitik, das Wirken des Bundesaußenministers im bilateralen Dialog und der Stimmungslage.  

Am Rande der Veranstaltung sprach Verbands-Präsident Dr. Thomas Overbeck (im Bild unten links) mit dem stv. Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im deutschen Bundestag Franz Thönnes, MdB (rechts) über die Wege und Möglichkeiten konkrete Belange Mittelstands in die politische Diskussion einfließen zu lassen.


PRAXISFORUM MITTELSTAND IN RUSSLAND

Unter der Fragestellung „Durchhalten aber wie?“ stand das diesjährige Praxisforum Mittelstand in Russland am 04.05.2016 im Hotel Hafen Hamburg. Jens-Konrad Oehlschlägel (Allgaier Process Technology, im mittleren Bild rechts) berichtete über das Sanktionsmanagement nach Jahren stetigen Wachstums, Petra Peter (3.v.r.) über zusätzliche Aufträge der BAUER Spezialtiefbau GmbH. Torsten Clauß, Geschäftsführer der Berliner GABEC GmbH (Mitte) bekannte sich klar zum russischen Markt, Ingolf Mayer (links) zeigte auf wie Plattenhardt & Wirth beim Bau von Kühlhäusern im russischsprachigen Raum agiert und Michael Huber, Geschäftsführer der Huber I.T.S. GmbH (3.v.l.) berichtete über Rückschläge wie Erfolge bei der weiteren Markterschließung für von seiner Firma produzierte Spritzgusswerkzeuge. Fred Ludolph, Geschäftsführer der Goldex Finance GmbH, zeigte Wege auf wie auch jetzt mittelstandsgerechte Finanzierungen zustande kommen können. Über 25 Jahre Erfahrungen in eigener Kanzlei in St. Petersburg berichtete Dagmar Lorenz. Niels Annen, Sprecher der SPD-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundetags, erläuterte Hintergründe der Regierungspolitik, die kontrovers diskutiert wurden. Deutlich wurde in den Beiträgen, dass Wege gefunden werden sich mit den veränderten Rahmenbedingungen wirtschaftlich zu arrangieren und den Markt nicht aufzugeben. Deutlich aber wurde auch, dass dies vom Geschäftsmodell abhängt und mittelfristig nicht für jeden Mittelständler möglich ist.

Nach dem intensiven Fachteil stand eine vom guten Wetter begünstigte Hafenrundfahrt auf dem Programm. Der am Folgetag beginnende Hafengeburtstag hatte bereits viele Traditionssegler einlaufen lassen. Den Abschluss bildete ein Empfang auf der Dachterrasse der Kanzlei Dierkes Partner im Überseehaus am Baumwall mit Blick auf das maritime Geschehen im Hafen.


Vor Ort – Elektrotechnik in Hamburg

Beim Mitgliedsunternehmen Pfannenberg GmbH diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 21.04.2016 die Marktlage in Russland für Mittelständler der Elektrotechnik. Neben einer Führung durch die Produktion wurden die Herausforderungen des Vertriebs in Russland diskutiert, wo das Prinzip des Gebietsschutzes noch nicht die hierzulande etablierte Verbreitung gefunden hat. Pfannenberg steuert seinen Vertrieb in Russland seit knapp 10 Jahren von St. Petersburg aus.  


Vor Ort – Maschinenbauer in Baden-Württemberg

Bei Gesprächen mit Maschinenbauern in Baden-Württemberg und der IHK Region Stuttgart vertiefte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 20.04.2016 die Beziehungen in die Wirtschaft des mittelstandsstärksten deutschen Bundeslands. Themen wie das Genehmigungsprocedere der BAFA, Export von High-Tech-Maschinen nach Russland und die Besonderheiten der Kfz-Zulieferindustrie waren einige der Felder, die mit Mitgliedsunternehmen diskutiert wurden. Auf der Messe Global Connect am 27.10.2016 in Stuttgart wird der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund vertreten sein.


Vor Ort – Kunststoffindustrie in Niedersachsen

Am 29.03.2016 diskutierte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund die Marktsituation in Russland für die mittelständische chemische Industrie. Das Mitgliedsunternehmen Nordfolien GmbH im südlich vom Bremen gelegenen Steinfeld zeigte die Produktion von Kunststoffverpackungen (Folien) aus Granulat mit Hilfe von Extrudern (s. Bild www.nordfolien.com) und Wärme im Rahmen eines patentierten Verfahrens. Der russische Markt bietet für die Kunststoffindustrie unverändert erhebliche Marktmöglichkeiten, was auch auf der im Oktober stattfindenden Fachmesse „K“ in Düsseldorf deutlich wird.


Wirtschaftsbund unterstützt Internationale Tschaikowsky-Tage Hamburg

Vom 07.-16.05.2016 finden die diesjährigen Internationalen Tschaikowsky Tage in Hamburg statt (www.tschaikowsky-tage.de). Für die insgesamt 17 Konzerte, die absehbar ausverkauft sein werden, hält der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund ein Kartenkontingent vor, insbesondere für die nicht-öffentliche Abschlussveranstaltung mit Dinner in den Mozart-Sälen. Das Festival ist auch Hommage an die seit 1957 älteste Städtepartnerschaft einer (west-)deutschen mit einer russischen (sowjetischen) Stadt zwischen Hamburg und St. Petersburg (Leningrad). Das reiche kulturelle Erbe wie die klassische Musik verbindet Menschen und Nationen.


TR-Zertifizierung für Russland und die EWU

Am 15.04.2016 informierte Helena Knöll, Industrial Account Manager GOST bei der SGS Germany GmbH, die Teilnehmer des Russlandfrühstücks über aktuelle Entwicklungen bei der Zertifizierung. Durch Inkrafttreten der „Technischen Regulierungen“ (TR) in Russland werden für die betroffenen Produkte anstelle von GOST-R-Zertifikaten „TR-Zertifikate“ benötigt. Für Produkte, die nicht unter die neuen „Technischen Regulierungen fallen“, für die jedoch zuvor eine GOST-R-Zertifizierung notwendig war, bleibt die Pflicht hierzu bestehen. Weitere Themen waren industrielle Sicherheit und notwendige Dokumentationen für die Projektzulassung.


Kontakte zu russischen Unternehmen verdichten

Am 14.04.2016 sprach Marco Lütz, Vize-Präsident des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund e.V. (im Bild links) bei einem Treffen in der russischen Botschaft mit Dr. Sergey Nikitin (rechts), Repräsentant der Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation in Deutschland über einen verstärkten Austausch deutscher und russischer Mittelständler. Dr. Nikitin hatte im März anlässlich der Jahreshauptversammlung der Lübecker Schiffergesellschaft den größten deutschen Ostseehafen besucht. Das Russlandgeschäft hat traditionell einen hohen Stellenwert für die deutschen Ostseehäfen.   


Saatgutzüchtung in Russland

Seit 1991 liefert die Hamburger Solana-Gruppe Pflanzkartoffeln in die Wolgaregion. Geschäftsführer Torsten Spill hatte Anschauungsmaterial mitgebracht (s. Bild), berichtete beim Russlandfrühstück am 11.03.2016 über das weltweit sehr unterschiedliche Image der Kartoffel und mit welchen Herausforderungen in diesem Geschäft zu rechnen ist. So konnte ein Importstopp 2013 durch geschicktes Lobbying in Moskau bereits 6 Monate später wieder aufgehoben werden. Auch die Sperrung des LKW-Transits Polen-Russland Anfang 2016 belastete Solana.


Delegationsreise nach Brüssel

Auch 2016 wird der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund eine Delegation mittelständischer Unternehmer nach Brüssel führen. Nach Gesprächen mit EU-Vertretern konkretisierten sich am 04.03.2016 Termin und Ablauf der Reise, die am 28./29.06.2016 und damit wieder kurz vor dem Stichtag stattfindet, zu dem die Russlandsanktionen zum wiederholten Male zur Verlängerung anstehen. Näheres entnehmen Sie bitte der Einladung mit Interessenbekundung, die Sie in Kürze hier finden.


Gespräch im russischen Generalkonsulat Bonn

Zur Besprechung der Situation mittelständischer Unternehmen im bilateralen Wirtschaftsverkehr und der Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung im Herbst 2016 sprachen Dr. Hanno Stöcker (Deutsch-Russischer Wirtschaftsbund e.V., im Bild rechts) sowie Stefan Schmitz (Bundesverband Wirtschaft und Außenwirtschaftsförderung e.V., im Bild links) am 01.03.2016 im Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn mit dem stv. Generalkonsul Vladimir Pyatin (im Bild 2.v.l.) und dem Niederlassungsleiter des Handels- und Wirtschaftsbüros der RF Dr. Victor Ilskiy (im Bild 3.v.l.). Der intensive Dialog, der konkrete Fragen deutscher Mittelständler einschloss, fokussierte einige in Russland derzeit besonders gefragte Branchen.


Schiffsmakler-Essen in Lübeck

Russland war auch Thema beim Jahresessen der Vereinigung Lübecker Schiffsmakler und Schiffsagenten e.V. am 12.02.2016. Die Entwicklung im Russlandgeschäft trifft viele der 390 Firmenvertreter, die sich einmal im Jahr in der Diele von 1538 des lübischen Restaurants www.schiffergesellschaft.de einfinden. Für den größten deutschen Ostseehafen Lübeck - zugleich „Mutter der Hanse“ - haben die Verkehre nach St. Petersburg neben Skandinavien insbesondere in Holz und Papier zentrale Bedeutung.


Soziale Medien im internationalen Geschäft

Jeder kennt sie, nicht jeder nutzt sie – soziale Medien. Welchen wirklichen Nutzen XING, LinkedIn, Facebook oder Twitter konkret im internationalen Geschäft mit Russland bringen, erläuterte am 12.02.2016 der Medieninformatiker Holger Ahrens (www.die-profiloptimierer.de). Deutlich wurde wie durch bessere Vernetzung und Präsentation in analoger und digitaler Welt die Entwicklung von internationalen Geschäftsbeziehungen unterstützt werden und welche Rolle russlandspezifische Netzwerke (etwa „VK“) spielen.


NEUJAHRSEMPFANG

Zum ersten Mal lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 18.01.2016 zum Neujahrsempfang ein. In der repräsentativen Villa des Hamburger WeltWirtschaftsinstituts am Rothenbaum begrüßte Wirtschaftsbund-Präsident Dr. Thomas Overbeck unter den zahlreichen Gästen den Leiter der Hamburger Senatskanzlei Staatsrat Wolfgang Schmidt, der über die besondere Beziehungen Hamburgs zu Russland sprach. Anschließend skizzierte Hausherr Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor des HWWI, einen gensamtwirtschaftlichen Ausblick.

Overbeck, der die anwesenden Mittelständler aufrief sich in Russland weiter zu engagierten, betonte Beispiele für gegenwärtige geschäftliche Erfolge deutscher Unternehmen im Russlandgeschäft und zeigte hierzu einen Videoclip vom Deutsch-Russischen Mittelstandstag 4 Wochen zuvor.

Einige Impressionen vom Neujahrsempfang finden Sie hier.


Ukrainischer Botschafter im Gespräch

Zu einem Kamingespräch im Hamburger Rathaus traf der Fraktionsvorsitzende der Hamburger CDU, Dietrich Wersich (im Bild rechts) am 18.01.2016 den ukrainischen Botschafter in Berlin, Dr. Andrii Melnyk (links). Für den gebürtigen Lemberger war es eine Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte - bis 2010 war er als Generalkonsul in Hamburg. Der Hafen Odessa habe zwar die Hälfte des Umschlags eingebüßt, schreibe aber weiter schwarze Zahlen. Bemerkenswert die Aussage des Botschafters, dass wenn der Krieg einmal vorbei sei, schnell zu normalen Verhältnissen auch mit Russland übergegangen werden solle. „Die Versöhnung wird kommen. In einigen Jahren.“


1 Jahr Deutsch-Russischer Wirtschaftsbund e.V.

Unter dem Eindruck der sich rapide verschlechternden bilateralen Wirtschaftsbeziehungen gründete sich Ende 2014 der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund e.V. als Plattform explizit für mittelständische Unternehmen aus beiden Ländern, die ein Signal setzen möchten gegen die Erosion des Vertrauens und für die Perspektive Russlands als Zukunftsmarkt.

Im ersten Jahr unseres Bestehens konnten wir auf eigenen Veranstaltungen in Deutschland, Moskau, St. Petersburg und Brüssel über 600 Teilnehmer begrüßen. Bei insgesamt 46 Veranstaltungen waren wir als Veranstalter, Partner oder Teilnehmer präsent, etwa bei Messen, Diskussionen, Russland-Konferenzen und politischen Hintergrundgesprächen. Hinzu kamen Umfragen und Pressearbeit. Höhepunkt war der 1. Deutsch-Russische Mittelstandstag am 15.12.2015 in Hamburg. Für Ihr großes Interesse an unserer Arbeit, die vielen Anregungen und Empfehlungen bedanken wir uns herzlich! Ihnen frohe Weihnachten, einige ruhigere Tage und alles Gute für das neue Jahr.


Mittelstand für anderen Umgang mit Russland

Unmittelbar vor der geplanten Verlängerung der Sanktionen äußerten Unternehmer auf dem Deutsch-Russischen Mittelstandstag in Hamburg ihre Unzufriedenheit mit der europäischen und deutschen Politik gegenüber Russland.

„Wirtschaftssanktionen führen nicht weiter“, so der stv. FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki, der ein Wiederaufleben der Modernisierungspartnerschaft mit dem Westen als Ansatzpunkt einer neuen Entspannungspolitik anregte: „Deutschland muss in der westlichen Staatengemeinschaft aktiv für eine solche Politik werben." Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier, einige Impressionen finden Sie hier.


Bismarcks Russlandpolitik – Orientierung für morgen?

Am Vorabend des Deutsch-Russischen Mittelstandstags lud der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 14.12.2015 etwa 50 Führungskräfte mittelständischer Unternehmen zu einem vorweihnachtlichen Gänseessen im kleinen Kreis nach Aumühle bei Hamburg ein. Zuvor führte Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Lappenküper durch die Räume der Otto-von-Bismarck-Stiftung im benachbarten Friedrichsruh, wo der „Eiserne Kanzler“ nach der Reichseinigung bis zu seinem Tode 1898 lebte.

Abends diskutierten u.a. Wolfgang Kubicki, stv. Bundesvorsitzender der FDP, Alexander von Bismarck und Oberst i.G. Dr. Norbert Eitelhuber von der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr Russlandbild und -politik Otto von Bismarcks, der als preußischer Gesandter ab 1859 für 3 Jahre in St. Petersburg lebte. Der kontroverse und daher bereichernde Abend machte exemplarisch deutlich, dass historische und sicherheitspolitische Dimensionen bei der Suche nach Ansätzen zur Lösung der gegenwärtigen bilateralen Krise miteinbezogen werden sollten.


Zu Gast bei ZVEI e.V.

Vor dem Arbeitskreis Mittel- und Osteuropa mit Expertengruppe Russland des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) berichtete der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 30.11.2015 in Frankfurt über seine Aktivitäten in Brüssel und die Frage der Verlängerung der Russlandsanktionen. Dabei wurde deutlich, dass exportierende Branchenvertreter vermehrt Nischen und Wege finden, ihre Produkte im Rahmen bestehender Möglichkeiten optimiert auf den russischen Markt zu bringen, etwa durch Versand in Teilen, die unter die Ersatzteilregelung fallen und keiner Konformitätserklärung bedürfen.


Koblenz: Dialog mit russischem Generalkonsul Sedykh

Anlässlich des Wirtschaftstags Russland der IHK Koblenz am 19.11.2015 vertiefte der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund den Dialog mit dem neuen Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, Wladimir Sedykh. Dieser rief vor Mittelständlern in der IHK Koblenz dazu auf, trotz aller Schwierigkeiten optimistisch zu bleiben und die bestehenden Wirtschaftskontakte zu pflegen. 2016 plant der Wirtschaftsbund eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bonner Generalkonsulat zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen deutscher Mittelständler mit Sitz in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit Russland.


B-2-B-Nord Wirtschaftsmesse

Zum ersten Mal präsentierte sich der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund am 12.11.2015 auf der B-2-B-Nord-Wirtschaftsmesse in Hamburg. Auf der gut besuchten Regionalmesse mit diskutierte der Wirtschaftsbund mit zahlreichen Vertretern norddeutscher Mittelständler über Russlandsanktionen, bilaterale Besonderheiten und konkrete Handelsfragen. Angesichts vieler international ausgerichteter Unternehmen in Hamburg standen die Themen des Deutsch-Russischen-Mittelstandstags am 15.12.2015 im Mittelpunkt: Erfolgsstrategien und Hardfacts für Mittelständler 2016.


Wirtschaftsminister Manturow in Berlin

Der Auftritt des russischen Minister für Industrie und Handel Denis Manturow am 09.11.2015 in Berlin lockte über 300 Interessierte ins Haus der deutschen Wirtschaft, wohin AHK und DIHK eingeladen hatten. Als Gegenbesuch des deutschen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel 10 Tage zuvor in Moskau warb Manturow engagiert für den Standort Russland und für ein Ende der Sanktionen. Auf den Fluren jedoch war die Stimmung verhalten. Zwar freuten sich Vertreter deutscher Mittelständler über den Ministerbesuch, relativierten aber Leuchtturmprojekte wie das beeindruckende Investment von DMG Mori (ehem. Gildemeister) als „noch in einer anderen Zeit geplant“ und daher nicht repräsentativ für die Lage.


Russisch-Ukrainisches Friedenskonzert

Unterstützt u.a. von der Hamburger Kulturbehörde und dem Deutsch-Russischen Wirtschaftsbund fand am 01.11.2015 vor über 400 Gästen im Foyer der Hamburger Hafencity-Universität ein Russisch-Ukrainisches Friedenskonzert statt. Gegeben wurden Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ in einer neuen Interpretation vor passender Kulisse. Zwei Orchester – eines aus Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg sowie eines aus dem westukrainischen Lemberg (Lviv) – spielten gemeinsam mit der Pianistin Anna Kabaneva (gebürtige Ukrainerin) und dem Cellisten Fjodor Elesin (gebürtigem St. Petersburger), die beide als „Beethovenduo“ in Hamburg leben und wirken. Ein besonderer Abend voller Symbolik, der zeigte, was Musik möglich machen kann. (Foto: Fjodor Elesin)


Süddeutsche Mittelständler von Sanktionen betroffen

In München führte Hans-Dieter Philipowski, Präsident des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds, mit dem Generalkonsul der Russischen Föderation Dr. Sergey Ganzha (im Foto links) Gespräche über die Auswirkungen der Sanktionspolitik insbesondere auf süddeutsche Mittelständler und die Aussichten einer politischen Annäherung. Beide waren sich einig, dass Russland und Deutschland nach wie vor zuverlässige Partner sind und an einer Normalisierung der Situation arbeiten. Der Deutsch-Russische Wirtschaftsbund wird sich in Brüssel und Berlin für die weitere Verbesserung einsetzen.


Exportfinanzierung managed in Germany

Seit Beginn der Ukrainekrise sind Finanzierungen für Russlandgeschäfte schwieriger und/oder teurer geworden. Die Sanktionen im Finanzbereich führen zu einer erschwerten Refinanzierung russischer Banken, hohe Kreditzinsen sind die Folge. Jan-Martin Arps, Abteilungsdirektor Internationales Geschäft bei der Commerzbank AG in Hamburg, präsentierte beim Russlandfrühstück am 09.10.2015 klassische Instrumente der Exportfinanzierung, mit denen deutsche Unternehmen ihren russischen Kunden den Zugang zu den im Vergleich zu Russland günstigeren deutschen Refinanzierungsmöglichkeiten verschaffen und so aktiv an der Finanzierung Ihrer Kunden mitwirken können.


St. Petersburg - Business Coffee Mittelstand und Hafenbesichtigung Bronka

Diesjähriger Höhepunkt der bereits 58 Jahre währenden Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg war der Besuch des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt an der Newa. So überraschte nicht, dass der Business Coffee Mittelstand des Deutsch-Russischen Wirtschaftsbunds am 17.09.2015 auch Vertreter norddeutscher Unternehmen erreichte. Neben der Unternehmerreise nach Brüssel standen aktuelle Entwicklungen im russischen Wirtschaftsrecht auf der Agenda, wofür Dimitry Mikityuk (im Bild links), Partner der Rechtsanwaltskanzlei Dagmar Lorenz, der die Veranstaltung in diesem Rahmen ermöglichte, Rede und Antwort stand.

Im Verlauf des Tages ermöglichte Hamburg Hafen Marketing e.V. einen Besuch des St. Petersburg etwa 40 km westlich vorgelagerten Tiefwasserhafens Bronka nahe der Stadt Lomonossov. Der Geländeausbau am südlichen Ende der Ringstraße von Kronstadt wurde in beeindruckender Zeit realisiert. Straßen- und Gleisanschlüsse sind verlegt, noch dieses Jahr soll der reguläre Verkehr aufgenommen werden. Die multifunktionale Umschlagsanlage hat Terminals für den Container- und RoRo-Umschlag sowie ein Logistikzentrum für Pack- und Lagerservices. Mit einer Gesamtfläche von über 100 Hektar bietet das Containerterminal fünf Liegeplätze an einer Kailänge von über 1.100 Metern. Erste Containerbrücken - lackiert in den russischen Nationalfarben – haben bereits den Probebetrieb absolviert. Künftig wird gelten die Kapazitäten auszulasten.